Abschied

•16. Januar 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

Hallo ihr Lieben!

Einigen ist vermutlich aufgefallen, dass ich mich etwas laenger nicht gemeldet habe. In den letzten Wochen ist allerdings auch nicht besonders viel passiert, vor allem waehrend der Arbeit nicht.

Die war an sich zwar eigentlich ganz in Ordnung und anfangs haben ich sogar gefallen am Kirschen pfluecken und vor allem essen gefunden. Leider haben die Kirschbauern aber wie fast jeder andere in der australischen Landwirtschaft unter den extremen Wetterbedingungen des letzten Jahres zu leiden, wodurch die Saison um einen ganzen Monat kuerzer ausgefallen ist, als die Letzte.

Daraufhin hat es mich nach einem warmen und leider etwas regernischem Weihnachtsfest in Australien, allerdings ganz nach franzoesischer Manier in den Sueden Melbournes, genauer gesagt den Wilson’s Promontory National Park, verschlagen. Der Prom, wie ihn die Einheimischen nennen, hat eine unglaublich tolle Landschaft, die zum Teil unter den heftigen Buschfeuern des letzten Jahres gelitten hat, was sie aber nur noch interessanter macht. Natuerliche bringt diese auch eine ganze Palette an Tieren von Wombats ueber Wallabies und Kaengurus, allerlei Voegeln wie papageien und seltsamerweise auch Pinguinen mit sich. Wenn man sich dem Kuestenabschnitt des Proms naehert, trifft man auf eine Bergkette von der sich, oben angekommen, ein atemberaubendes Panorama bietet: Straende und Inseln, die den schoensten der Ostkueste in nichts nachstehen, darueber hinaus aber auch noch mannshohe Wellen und etwas mehr Privatssphaere zu bieten haben, weit und breit.

In diesem Paradies haben wir also mit der alten Truppe, die inzwischen um einiges gewachsen war, die Zeit zwischen den Jahren verbracht. Fuer eine ordentliche Silvester-Feier ging es dann aber wieder nach Melbourne, wo selbige gegen 11 Uhr Abends aber von einem Unwetter beinahe wortwoertlich gesprengt wurde. Seit dem lebe ich nun hier. Vor kurzem bekam ich erwarteten, dafuer aber nicht weniger erfreulichen Besuch aus der heimat: Ossi und Stella haben ihren Australien-Urlaub in melbourne ausklingen lassen. Wie es aussieht, hat es den beiden genau so gefallen wie mir. Auch hat mir der Besuch schonmal einen Vorgeschmack auf das gegeben, was mich in der Heimat erwartet. Es war namelich echt ein komisches Gefuehl, jemanden so lange nicht gesehen zu haben, den man aber dennoch besser kennt als jede Andere Person, mit der man den letzten Monate verbracht hat. Bevor die beiden sich auf den Heimweg gemacht haben, hat auch meine kleine franzoesische Ersatzfamilie angefangen, sich aufzuloesen. Alle paar Tage hiess es Abschied von jemand anderem nehmen, der sich entweder auf die Suche nach neuer Arbeit begeben oder aber den nach Hause Weg angetreten hat.

Bald ist es auch fuer mich an der Zeit Good Bye zu sagen. Deswegen ist dies hier mein letzter Blogeintrag. Ich danke allen Lesern, die Interesse an meinem Abenteuer gezeigt haben. Auch fuer die vielen E-Mails ein herzliches Danekschoen. Besonders in den schwereren Zeiten hat mich eine freundliche Nachricht aus der Heimat wieder aufgemuntert und mir gezeigt, dass ich vor nichts Angst zu haben brauche. Wenn wirklich alles schief ging haette ich immer noch nach Hause gekonnt und wusste, dass sich Freunde und Familie noch genau so kuemmern wie vorher. Ich freue mich schon euch alle wieder zu sehen.

Bis bald!

Off Road Paradise

•20. November 2009 • 3 Kommentare

Mehr als 3 Wochen sind nun vergangen, seit meine 6 franzoesischen copains und ich uns von Airlie Beach auf den Weg nach Melbourne gemacht haben. Vorgestern sind wir endlich angekommen.

In dieser Zeit habe ich ne Menge gesehen und erlebt, auch wenn wir an den meisten Orten nur 1-2 Tage verbracht haben:

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Dark Times

•18. Oktober 2009 • 2 Kommentare

4:45 Uhr australischer Zeit: Aufstehen, Fruehstuecken & Essen machen, Bad
5:30 Uhr: 1h Fahrt
6:30 Uhr – 3:00 Uhr: In der prallen Sonne Plastik “pfluecken”
3:00 Uhr: 1h Fahrt
4:00 Uhr: Duschen, ausruhen und Australien geniessen.
10:00 Uhr: Bett

So ungefahert koennt ihr euch im Moment mein Leben im kleinen Proserpine vorstellen. Einige von euch haben mich vielleicht schon fuer verschollen erklaert aber die Wahrheit sieht etwas anders aus. 2 Wochen in Airlie Beach hatten nicht nur an meinem Geldbeutel, sondern auch an meiner Motivation, mich mehr zu bewegen als es noetig war, gezehrt. Deswegen waren wir alle meistens lediglich im Bett, an der Lagune, am Strand oder oder in einem der vielen Pubs zum Pokerabend anzutreffen. Kurz vor meinem Gebrtstag bin ich dann aber wieder auf die Beine gekommen. Wir haben den Abend vorher ne gemuetliche Feier mit BBQ am Strand organisert und Morgens bin ich dann fuer 3 Tage raus auf die WHitsunday Islands gefahren. Neben dem Leben auf dem Boot und einigen Tauchgaengen war das absolute Highlight dieses Ausflugs Whithaven Beach. Der feinste Sand der Erde, so weis, dass man sich von den reflektierten Sonnenstrahlen einen Sonnenbrand unter den Fuessen holen kann!
Von dem klaren Wasser brauch ich erst garnicht anzufangen ;-) Es war aber auch ein komischer Geburtstag so ganz ohne richtige Freunde und vor allem ohne Familie und Miri.

Aufgrund meiner Finanzlage hab ich mich dann auch wieder auf Jobsuche begeben und wie durch ein Wunder hatte ich mit meinem ersten Anruf schon Erfolg. Nicht nur fuer mich, sondern Arbeit fuer all die Leute, die mich die Zeit ueber in Airlie oder laenger begleitet haben. darueber hinaus nur einen Katzensprung von Airlie entfernt. Die Wochenenden sind also gesichert ^^
Unser Job besteht darin, auf den abgeernteten Feldern einer Tomatenfarm Plastikfolie und -schlaueche zu entfernen. Hoert sich vielleicht einfach an, ist es aber nicht. Erst recht nicht bei 30 Grad ohne jeglichen Schatten. Hoert sich vermutlich auch ungefaehrlich an, was ich zunaechst ebenfalls dachte! Neben Kaengurus, Emus, Wallabies und diversen Voegeln gibts aber auch um die 2 Meter grosse Schlangen zu sehen. Ist zwar nicht erwahnenswert, die koennen einen ganz nebenbei aber auch mal toeten. Zum Glueck hauen die aber ziemlich schnell ab sobald die einen sehen. Nach 2 getoeteten Schlangen innerhalb nur einer Woche bleibt aber trotz lediglich einem Schlangentoten pro Jahr in Australien ein mulmiges Gefuehl.

Ich habe allerdingsschon einen neuen Job fuer Mitte November. Wir machen uns mit 5 Leuten dann naechstes Wochenende im eigenen Van auf
den Weg nach Melbourne zum Kirschen pfluecken. Freue mich schon total auf den Trip, weil es einer der besten Dinge am Reisen ist mit Menschen, die eine Lebenserfahrung wie die Meinige teilen, sich in ein Abenteuer zu stuerzen. Es ist leicht an der Ostkeuste irgendwo stecken
zu bleiben, da die meisten Orte sehr touristisch und auf junge Leute, die Party machen wollen ausgerichtet sind, aber im Endeffekt nichtmehr viel mit Reisen zu tun haben. Das ist auch der Hauptgrund, warum ich mich zwischendurch mal sehr unwohl gefuehlt habe und zu gerne wieder nach Asien gegangen waere: Es geht Von einem Touristenzentrum in naechste, wo man vorgekaute Touren serviert bekommt, die man auf der anderen Seite aber auch mal gemacht haben will. Wie die Whitsundays eben, die ja wie gesagt auch wunderschoen sind, aber denen es aufgrund der Popularitaet einfach an Abenteuer fehlt. Naja ihr sollt aber nicht denken, es gefiele mir nicht. Ich erlebe eigentlich immer was neues und bis
auf einen groben Plan den ich habe lebe ich einfach in den Tag hinein, wodurch sich staendig neue Optionen ergeben!

Wie bin ich eigentlich nach Airlie Beach gekommen? Das letzte Mal habe ich mich glaube aus Cairns gemeldet, bevor ich meinen Tauchschein gemacht habe. In Cairns haben wir uns ein Auto gemietet und sind durch die Atherton Tablelands auf der Suche nach Arbeit Richtung Sueden gefahren. Die tropische Landschaft war echt wunderschoen und neben den unzaehligen wundervollen Aussichten war das Highlight dieses Ausflugs der “Waterfall Circle” ein kleiner Rundweg, an dem es drei Wasserfaelle zu sehen gibt. Unter anderem die Millaa Millaa Falls, wo auch schon Werbespots und Musikvideos gedreht wurden. Die Arbeitssuche in Innisfail und Tully war allerdings weniger Erfolgreich und so hat es uns (an diesem Punkt nurnoch 2) ueber Mission Beach zurueck nach Townsville verschlagen. Townsville hat sich irgendwie wie ein Stueck Heimat angefuehlt, da ich dort annaehernd 2 Wochen verbracht hatte. Dort gab es auch kurzweilig wieder Arbeit, nach welcher ich mein Glueck in Ayr versucht habe. In Ayr habe ich dann einige alte Freunde wieder getroffen und auch viele neue kennen gelernt, mit denen ich dann schliesslich nach Airlie Beach gefahren bin.

Es gibt noch einige lustige Geschichten, die mir jetzt gerade nicht einfallen oder aber nicht fuer die Oeffentlichkeit gedacht sind.
Damit werdet ihr dann beglueckt wenn ich wieder da bin. Vielleicht freut sich ja dann der ein oder andere mich zu sehen ^^
Falls ich mich mal wieder laenger nicht melde, liegts an ueberteuertem oder nur an Wochenenden verfuegbarem Internet. Also einfach
etwas Geduld. Ach und alles gute (nachtraeglich) zum Geburtstag Oma Hildegard. Muesstest ja soviel ich weis auch gerade in der Sonne liegen.
Bilder gibts bald wieder auf Facebook, ist hier nicht ganz so einfach mit dem einbinden.

Liebe Gruesse von eurem Jan Niklas!

P.S.: Ich freue mich ueber E-Mails, auch wenn ich nicht jede sofort beantworten kann!

Guten morgen allerseits!

•4. September 2009 • 4 Kommentare

Nachdem ich noch ein wenig Zeit im wunderschoenen Sydney verbracht habe, wurds mir dort irgendwann zu kalt, sodass ich mich entschlossen hatte, zusammen mit einem Franzosen (komisch, oder? ^^) auf arbeitssuche im Norden, genauer gesagt in der “Bananenstadt” Tully zu gehen.

Auf dem weg dorthin hat es uns zunaechst nach Townsville verschlagen, von wo aus wir weiterziehen wollten. Da wir dort aber Leute getroffen haben, die gerade aus Tully kamen und meinten es gaebe keine Arbeit, sind wir erstmal dort geblieben. Obwohl die 2t groesste Stadt in Northern Queensland, hatte Townsville eher etwas von ner Kleinstadt. Alles war ganz gemach und wirklich niemand schien irgendwie der Hektik verfallen… wenn man denn ueberhaupt mal jemanden angetroffen hat. Da es allerdings auch nicht allzu viel zu tun gab, habe ich mich fuer ein Wochenende auf das naheliegende “Magnetic island” verzogen. Das Fazit dieses Ausflugs waren anstrengende Wanderungen, die sich erst durch die Aussicht hinterher bezahlt gemacht haben, abgelegene, wunderschoene Straende mit dem klarsten Wasser, das ich bisher gesehen habe (und einigen nackten alten Maennern, da 2 davon unoffizielle FKK-Straende waren :D ), meine ersten wilden Koalas und ein haufen MUECKENSTICHE!!! Habe 2 von drei Naechten nur mti Schlafsack am Strand gepennt. War mal ganz ok, muss aber netmehr sein ^^

 Spaeter gab es 2 Tage Arbeit in Townsville. Danach bin ich aber dann mit Leuten, die ich bei der Arbeit kennen gelernt habe weitergezogen. Nun bin ich in Cairns und habe heute mit meinem Tauchschein angefangen. Sonntag gehts dann 3 Tage und 2 Naechte aufs Great Barrier Reef, um dort zu tauchen. Wird bestimmt Wahnsinn!

Melde mich dann also naechste Woche mal wieder. Dann hoffentlich mit einigen Bildern. Weitere stelle ich dann auf Facebook.

Liebe Gruesse und vermisse euch (heim will ich trotzdem net!),
Jan Niklas

Shanghai

•24. August 2009 • 1 Kommentar

Wer einmal eine grosse Stadt sehen will, und ich meine wirklich gross, nicht Frankfurt und auch nicht berlin, der muss nach Shanghai reisen. Mit 23 Millionen Einwohnern und 5 Ringstrassen, von denen die Groesste einen Umfang von knapp 500 Km hat, war Shanghai zunaechst einmal ziemlich Respekt einfloessend.

Den ersten Tag verbrachte ich mit Jerry, einem Mitarbeiter von Sibre, der mir die Waterfront und das angrenzende Gebiet von Pu-xi, dem Teil oestlich des Hang-Pu Flusses, welcher Shanghai teilt, gezeigt hat. Danach gings zum chinesichen Abendessen. Aber nicht nur was die Kost anbelangt, sondern auch die Manieren und die Art wie das Essen serviert wird. Das ist naemlich eigentlich eine sehr schoene Angewohneit: Jeder bestellt etwas, allerdings nicht fuer sich selbst sondern fuer alle. D.h. man teilt das Essen und bekommt von allem Etwas. Gewoehnungsbeduerftig sind fuers Erste aber das Schluerfen und Essen mit Staebchen. Ich habe es vehement abgelehnt, wenn mir Messer und Gabel angeboten wurden. Mit dem Roepsen hatte ich keine Probleme, endlich war ich hoeflich :-)

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Hong Kong

•22. August 2009 • 4 Kommentare

Wenn man zur Sommerzeit in Hong Kong den Flughafen verlaesst kriegt man zunaechst mal einen Hitzeschock. Nach den ersten 5 Metern zu Fus (mit annaehernd 20 Kilo Gepaeck) faengt man dann an zu schwitzen. Nicht allein aufgrund der Temperaturen zwischen 35 und 40 Grad, sondern vor allem wegen der Luftfeuchtigkeit, die an manchen Tagen bei bis zu 95% liegt. Nach 10 Metern hat man dann das Gefuehl, dass die Klamotten nicht nur vom eigenen Schweiss durchnaesst sind, sondern auch selbst zu schwitzen anfangen.

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Welcome Mate

•18. August 2009 • 1 Kommentar

Nach 2-woechiger Blockade diverser Kommunikationsplattformen habe ich dem chinesischem Unterdruecker-Regime ein Schnippchen geschlagen und bin einfach in ein anderes Land gereist… Australien!

Mein Flug hatte zwar 2 Stunden angekuendigte und 3,5 Stunden tatsaechliche Verspaetung, auf diese Weise konnte ich aber immerhin etwas Schlaf nachholen. Hier in Sydney haben wir traumhaftes Fruehlingswetter mit Temperaturen bis zu 20 Grad. Abends wirds also doch noch recht kuehl. Dann setz ich mich aber einfach in die hosteleigene Sauna ;-)

Jetzt gibt es jetzt erst einmal einiges fuer mich zu erledigen: Phone Card (Ja Mama, ich kann dann bald auch mal daheim anrufen), australische SIM-Karte und Steuernummer muessen besorgt werden. Ausserdem brauche ich ein Bankkonto und muss die Gegend erkunden. Vermutlich wird es mich demnaechst in waermere Gefilde, den Norden, verschlagen. Wir werden sehen…

Ich werde dann bald auch mal nachtraeglich von meiner Zeit in China berichten. Erst wird sich aber eingelebt.

Liebe Gruesse,
Jan Niklas

Bald geht’s los…

•23. Juli 2009 • 3 Kommentare

Am 4. August um 15:25 wird sich (hoffentlich) eine Boeing 777-300ER über Frankfurt in die Lüfte erheben. Nach einem Zwischenstopp in Dubai geht es weiter nach Hong Kong – hier beginnt meine Reise.

Alles Weitere ist noch sehr ungewiss. Um alle Freunde, Verwandte, Bekannte und jeden, aus welchem Grund auch immer, an meinem Schicksal Interessierten nicht ganz im Ungewissen zu lassen, habe ich mir vorgenommen, hier hin und wieder mal von meinen Erfahrungen zu berichten.

Haupt-Kommunikationsmittel soll aber der E-Mail Verkehr bleiben. Wenn ihr euch also irgendwann mal fragen solltet, wies denn dem Jan Niklas, Nicki, Nini oder Herrn Engel geht, dann schreibt mir einfach eine E-Mail. Ich freue mich über jeden der Anteil nimmt und werde versuchen, die Nachrichten zeitig zu beantworten.

Liebe Grüße,
Euer Jan Niklas