Hallo ihr Lieben!
Einigen ist vermutlich aufgefallen, dass ich mich etwas laenger nicht gemeldet habe. In den letzten Wochen ist allerdings auch nicht besonders viel passiert, vor allem waehrend der Arbeit nicht.
Die war an sich zwar eigentlich ganz in Ordnung und anfangs haben ich sogar gefallen am Kirschen pfluecken und vor allem essen gefunden. Leider haben die Kirschbauern aber wie fast jeder andere in der australischen Landwirtschaft unter den extremen Wetterbedingungen des letzten Jahres zu leiden, wodurch die Saison um einen ganzen Monat kuerzer ausgefallen ist, als die Letzte.
Daraufhin hat es mich nach einem warmen und leider etwas regernischem Weihnachtsfest in Australien, allerdings ganz nach franzoesischer Manier in den Sueden Melbournes, genauer gesagt den Wilson’s Promontory National Park, verschlagen. Der Prom, wie ihn die Einheimischen nennen, hat eine unglaublich tolle Landschaft, die zum Teil unter den heftigen Buschfeuern des letzten Jahres gelitten hat, was sie aber nur noch interessanter macht. Natuerliche bringt diese auch eine ganze Palette an Tieren von Wombats ueber Wallabies und Kaengurus, allerlei Voegeln wie papageien und seltsamerweise auch Pinguinen mit sich. Wenn man sich dem Kuestenabschnitt des Proms naehert, trifft man auf eine Bergkette von der sich, oben angekommen, ein atemberaubendes Panorama bietet: Straende und Inseln, die den schoensten der Ostkueste in nichts nachstehen, darueber hinaus aber auch noch mannshohe Wellen und etwas mehr Privatssphaere zu bieten haben, weit und breit.
In diesem Paradies haben wir also mit der alten Truppe, die inzwischen um einiges gewachsen war, die Zeit zwischen den Jahren verbracht. Fuer eine ordentliche Silvester-Feier ging es dann aber wieder nach Melbourne, wo selbige gegen 11 Uhr Abends aber von einem Unwetter beinahe wortwoertlich gesprengt wurde. Seit dem lebe ich nun hier. Vor kurzem bekam ich erwarteten, dafuer aber nicht weniger erfreulichen Besuch aus der heimat: Ossi und Stella haben ihren Australien-Urlaub in melbourne ausklingen lassen. Wie es aussieht, hat es den beiden genau so gefallen wie mir. Auch hat mir der Besuch schonmal einen Vorgeschmack auf das gegeben, was mich in der Heimat erwartet. Es war namelich echt ein komisches Gefuehl, jemanden so lange nicht gesehen zu haben, den man aber dennoch besser kennt als jede Andere Person, mit der man den letzten Monate verbracht hat. Bevor die beiden sich auf den Heimweg gemacht haben, hat auch meine kleine franzoesische Ersatzfamilie angefangen, sich aufzuloesen. Alle paar Tage hiess es Abschied von jemand anderem nehmen, der sich entweder auf die Suche nach neuer Arbeit begeben oder aber den nach Hause Weg angetreten hat.
Bald ist es auch fuer mich an der Zeit Good Bye zu sagen. Deswegen ist dies hier mein letzter Blogeintrag. Ich danke allen Lesern, die Interesse an meinem Abenteuer gezeigt haben. Auch fuer die vielen E-Mails ein herzliches Danekschoen. Besonders in den schwereren Zeiten hat mich eine freundliche Nachricht aus der Heimat wieder aufgemuntert und mir gezeigt, dass ich vor nichts Angst zu haben brauche. Wenn wirklich alles schief ging haette ich immer noch nach Hause gekonnt und wusste, dass sich Freunde und Familie noch genau so kuemmern wie vorher. Ich freue mich schon euch alle wieder zu sehen.
Bis bald!
